Ein Museum über die DDR – sehenswert

In der Woche vor den Winterferien fuhren wir im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts „Gesellschaftswissenschaften“ (Gewi) mit dem Zug nach Berlin. Angekommen, ging es mit S-Bahn und zu Fuß weiter an die Spree zum DDR Museum, gegenüber dem Alten Dom von Berlin. Im DDR Museum bekamen wir die Geschichte lebendig, interaktiv und wissenschaftlich fundiert vermittelt. Das Museum beantwortet Fragen zu mehr als 35 Themenbereichen auf über 1000m2. Es gibt drei große Gliederungsbereiche der Museumsausstellung: „Öffentliches Leben“, „Staat und Ideologie“ und „Leben im Plattenbau“. Die authentischen Originale und erlebenswerten Installationen warteten darauf, angefasst und ausprobiert zu werden. Im DDR-Museum in Berlin erfährt man vieles, was man über das Leben unserer Verwandten in der ehemaligen DDR wissen muss.

Ein sehr spannender Ausstellungsteil war die eingerichtete Plattenbauwohnung mit fünf Zimmern, in der man sogar die „Aktuelle Kamera“ schauen, an einer Schreibmaschine arbeiten und über eine Klingel hören konnte, wie ein Nachbarskind nach Spielkameraden fragt. Außerdem waren es die vielen wichtigen Kleinigkeiten und beeindruckenden Exponate, leisen Töne und lauten Parolen der SED-Führung aus den Lautsprechern. Durch die außergewöhnliche Ausstellungsgestaltung und die spielerische Art der Geschichtsvermittlung ist es ohne viel Vorwissen möglich, das Leben in der DDR nachzuvollziehen. Doch das größte Highlight war die Trabi-Fahrsimulation in einem originalen Trabant P 601. Hier konnte man, auch ohne Führerschein, auf den Straßen Berlins Auto fahren und schauen, wie so ein „Trabi“ von innen aussieht.

Das DDR Museum wurde schon zweimal für den „European Museum of the Year Award“ nominiert und beweist eindeutig, dass Geschichte nicht langweilig sein muss.

Laura Melms Klasse 10a

Fotos: DDR-Museum (https://www.ddr-museum.de/de)

 

Schwarz oder weiß?

So trat das Kleine Musical vor die zahlreichen Zuschauer

Am 3. Mai fand die diesjährige Aufführung des Kleine Musicals statt, unter dem spannenden Titel: „Schach 2.0 – Schwarz oder weiß? – Du musst dich entscheiden!“. 

Im Prolog führten schwarz oder weiß gekleidete Siebt- und Achtklässler pantomimisch auf der Bühne unserer Aula in die Geschichte ein, nachdem das Publikum von Liz, einer Schülerin aus dem vergangenen Jahr, freundlich begrüßt worden war. Ein interessanter Stilmix der Kostüme, zwischen prunkvollen Gewändern aus der Zeit der Könige und Königinnen und einfacher, unaufgeregter Kleidung von heute sollte die zeitlose Geschichte unterstreichen, natürlich nur in schwarz oder weiß. Ein Bauernkrieg eskalierte musikalisch und szenisch. Die Königin agierte hartherzig gegenüber ihrem eigenen Fleisch und Blut, der Prinzessin Luna. Und am Ende siegte doch die Liebe.

Ein großes Schachbrett hing über die ganze Bühne als Bühnenbild und umrahmte die manchmal nachdenkliche und manchmal dramatische Handlung des Musicals. Die Ensemble-Mitglieder zeigten, dass sie sowohl solistisch als auch chorisch ihre Songs überzeugend darbieten konnten und ein saftiges Geräusch vom abgebissenen Apfel erheiterte hörbar das Publikum. Mit einigen Tanzsequenzen und verschiedenster Nutzung der gesamten Aula als Spielfläche wurde der Zuschauer nicht nur klanglich, sondern auch optisch in den Bann gezogen. Die gesamte instrumentale Begleitung des Musicals wurde von Hermann, Nele und Herrn Leich (dem Musiklehrer) souverän übernommen und das Musical-Ensemble auf dem Flügel, am E-Piano und am Drumset klanglich durch den Abend getragen. Herzlichen Dank dafür! Auch dem Licht und dem guten Ton gebührt natürlich ein großes Dankeschön, denn ohne die fleißigen Helfer im Hintergrund wäre der Abend nur halb so gelungen gewesen.

C. Sümnig