Mobiles PC-Netzwerk am Jahngymnasium
Im Mittelpunkt
des vom BMWF geförderten Projekts InfoSCHUL II steht in diesem Schuljahr
der Einsatz vernetzter PCs in den verschiedensten Unterrichtsfächern.
Zu diesem Zweck wird in einem Verbund mit neun weiteren Schulen aus fünf
Bundesländern ein sogenanntes WLAN (wireless local area network) mit
20 funkvernetzten Notebooks getestet. Aus den Projektmitteln standen dafür
50 TDM zur Verfügung.
Das mobile PC-Netz war über vier Unterrichtswochen in der Zeit
vom 24. September bis 19. Oktober 2001 in seiner Ersterprobung am Jahngymnasium
sehr erfolgreich im Einsatz (vgl. Ostseezeitung
vom 08. 10. 01). Bis zum Schuljahresende ist das Netzwerk für
jeweils vier Wochen bei den übrigen Verbundpartnern unterwegs.
Nachfolgend sind erste Erfahrungen beim Einsatz eines WLAN und Informationen
zu dem speziell am Jahngymnasium verwendeten PC-Netzwerk aufgelistet:
Organisatorisches zum Einsatz des mobilen PC-Netzwerks
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Vor Projektbeginn erfolgte eine zweistündige Einweisung der Lehrer-Nutzer
durch unseren Systemadministrator. Darüber hinaus wurde ein Nutzungsplan
aufgestellt und Nutzungsbedingungen, wie Administration, Zugriffsrechte
usw. festgelegt.
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Das Netzwerk wurde von 12 Kolleginnen und Kollegen in 31 Wochenstunden
in den Fächern Mathematik, Astronomie(Bericht)
, Deutsch(Bericht), Sozialkunde
(Bericht),
Englisch (Bericht), Französisch, Geografie
und Medien vorwiegend in der Oberstufe genutzt.
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Auf Grund der geringen Reichweite wurde ein fester Raum ausgeplant
und meist in diesem Raum das PC-Netzwerk genutzt. Die Reichweite des Funknetzes
beträgt nur ca. 20 m, durch klassisches Mauerwerk und Holzbalkendecken.
Probleme ergaben sich bei metallbewehrten Deckenkonstruktionen. Keine Erfahrungen
konnten wir mit dem in unserer Region häufig in Schulen als Baumaterial
verwendeten Beton sammeln.
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Der Aufbau des mobilen PC-Netzwerks dauerte mit Schülerhilfe
ca. 5 Minuten, der Abbau ca. 15 Minuten.
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Die Notebooks wurden während des Nutzungszeitraums auf zwei
Rollwagen gelagert, die gleichzeitig für den schulinternen Transport
dienten. Über Nacht wurden die Notebooks in einem alarmgesicherten
Raum abgestellt.
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Die Datenübertragungsrate des Funknetzes ist relativ gering.
Schwachpunkt ist hier der Access Point. Bei Internetnutzung war daher die
zeitgleiche Datenrecherche von allen Notebooks aus sehr ineffektiv.
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Bildeindruck
vom Kunstleistungskurs 13
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Bildeindruck
vom Deutschunterricht
Klasse 8
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Bild
vom Englischunterricht
Klasse 11
Didaktische Anmerkungen in der Netzwerkarbeit
Vor jedem Lehrer stand die Aufgabe, eine fachspezifische Didaktik für
den Einsatz eines PC-Netzwerks in seinem Unterrichtsfach zu entwickeln.
In einem eigenen Projektbericht infor-miert jeder Nutzer über die
Erfahrungen in seinem Unterrichtsfach. Diese Ergebnisberichte werden auf
die Homepage unserer Schule gestellt.
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Es hat sich aber gezeigt, dass sich einige didaktische Überlegungen
der Netzwerkarbeit verallgemeinern lassen, wie die nachfolgende - keineswegs
vollständige - Aufstellung häufig im Unterricht auftretender
Problemstellungen zeigt:
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Die Administration von Schülerverzeichnissen sollte nach einem
einheitlichen schulintern vom Systemadministrator erarbeiteten Prinzip
erfolgen.
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Der Datenaustausch zwischen Lehrer- und Schülerrechnern bzw. Schülerrechnern
untereinander ist insbesondere in der Einführungsphase, bei Gruppenarbeit
und zur Ergebnissicherung erforderlich und über entsprechende Ordnerfreigabe
mit Lese- oder Schreibzugriffsrechten realisierbar.
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Der Zugriff auf die fachspezifische Anwendersoftware für einzelne
Unterrichtsfächer sollte über den Server erfolgen. Dies erspart
die zeitaufwendige Installation auf den Schülerrechnern durch den
Systemadministrator.
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Neben fachspezifischer Anwendersoftware ist für die Nutzer der sichere
Umgang mit Textverarbeitung wichtig. Dabei zeigt sich ein sehr großes
Leistungsgefälle innerhalb eines Kurses.
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Viele Schüler nutzen außerschulisch den PC; aber nicht alle
Schüler haben zu Hause einen PC zur Verfügung. Das ist insbesondere
bei der Erteilung von Hausaufgaben zu beachten. Als positiv erwiesen sich
hier die für Schüler zugänglichen Rechner in der Schulbibliothek.
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Bei der Datenrecherche im Internet bot sich auf Grund der geringen Datenübertragungsrate
des Funknetzes Gruppenarbeit und über entsprechende Ordnerfreigabe
die Verteilung der Daten im Intranet an.
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Der Verweis auf den unschlagbaren Vorteil des Internets als aktueller Informationsquelle
gegenüber konventionellen Lehrmaterialien erübrigt sich fast.
Methoden im Umgang mit der uferlosen Datenfülle bei der Nutzung des
Internets als Informationsquelle allgemein sowie bei der kritischen und
zügigen Auswahl von Informationen konnten nicht oft genug geübt
werden. Hinzu kam die Verwendung professionell aufbereiteter Daten in Datenbanken
(LexisNexis) oder in elektronischen Nachschlagewerken (Encarta).
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Nahezu unabdingbar ist der an den Lehrer-PC angeschlossene Beamer; insbesondere
in der Einführungsphase des Unterrichts (Aufgabenstellung/Problemorientierung
z. B. über PowerPoint, WebSeiten usw.), aber auch in der Erarbeitungsphase,
bei der (schrittweisen) Präsentation von Teillösungen oder in
der Auswertungsphase bei der Ergebnispräsentation.
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Die Ergebnissicherung auf Disketten ist aus Gründen der Virenanfälligkeit
von PC-Netzwerken an Schulen ungünstig. Für einen Drucker bzw.
Kopierer (Papier, Toner...) fallen gewisse Kosten an.
Abschließend lässt sich zum Einsatz des PC-Netzwerkes
im Fachunterricht konstatieren, dass es eine hohe Akzeptanz bei den beteiligten
Schülern und Lehrern gab. In vielen Klassen bzw. Kursen haben die
“Computerspezialisten“ unter den Schülern, von denen erfahrungsgemäß
stets zwei bis drei in jedem Kurs zu finden sind, den Mitschülern
und Lehrern hilfreich zur Seite gestanden.
Technische Informationen
1. Hardware
a) Notebooks
Hewlett Packard Omnibook
Intel Celeron 750 MHz Prozessor
13,1” TFT-Display
128 MB RAM
10 GB Festplatte, Partitionierung in 7 GB- Systemlaufwerk
und ein 3 GB-Datenlaufwerk
b) Server
Windows NT 4.0 (ServicePack 5)
Intel Pentium III Prozessor
64 MB RAM
40 GB Festplatte (2 Partitionen, mehrere logische Laufwerke)
MS Proxy-Server
c) Funknetzwerk
Hewlett Packard Wireless-LAN
IEEE 802.11b Standard
30 m Funkreichweite (in unserem Gebäude)
Funkreichweite lt. Hersteller: 150-500 m (Gebäudeabhängig)
1 Access Point mit 21 Clients
Pro Access Point können zwischen 80 und 120 Geräte
miteinander verbunden werden.
Datendurchsatz bis 11 Mbit/s
Sicherheit durch 64-Bit-Verschlüsselung, Security ID und
Autorisierungstabellen
2. Software
Original installierte Software
Notebooks
Betriebssystem: Windows 98 SE
Acrobat Reader 4.0
Becker CAD
McAfee VirusScan
MS Encarta 2000 deutsch (Netzwerkpfad: \\SERVER_PDC\CD$)
MusicMatch Jukebox
Netscape Communicator 4.01
InternetExplorer 5.0
MS Office 2000 (Word, Exel, Access, PowerPoint, Outlook, Frontpage)
Server
Windows NT 4.0 (ServicePack 5)
MS Proxy-Server
Vom Jahn-Gymnasium installierte Software
Notebooks
Norton CleansWeep 2000 - Vers. 4.7 (zur Protokollierung von Installationen)
Opera 5.02 (deutsch) ohne Java
ZoneAlarm 2.1.44 (engl.)
Derive für Windows
Windows 98-Patch zur Behebung des „Herunterfahren-Problems“
Partitionierung der Festplatte in ein 7 GB- System-/Softwarelaufwerk
und ein 3 GB-Datenlaufwerk
Server
Opera 5.02 (deutsch) incl. Sun Java Runtime Enviroment 1.3
InternetExplorer 5.5
Proxy-Server „ProxiPro GateKeeper 4.0“ (Shareware)
3. Sicherheitsfestlegungen im Netzwerk
Da es sich um Win98-Clients handelt, sind für die Notebooks keine
besonderen Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherheit getroffen worden.
Auf den NT-Server heben nur der Systemadministrator bzw. die unterrichtenden
Lehrer Zu-griff.
Zu Beginn wurden die Schüler über die Nutzungsbedingungen
der Notebooks belehrt und der unterrichtende Lehrer hat jede Stunde notiert
(bzw. notieren lassen), welche Schüler an welchem Notebook gearbeitet
haben.
Den Schülern wurde für das Abspeichern ihrer Daten ein spezielles
Laufwerk zugewiesen. Daten, die auf anderen Laufwerken abgelegt wurden,
hat der Systemadministrator beim Auffinden gelöscht.
Das Arbeiten mit schülereigenen Disketten wurde nicht gestattet.
Die Onlineverbindung des Servers wurde vom Lehrer hergestellt ebenso
der Zugang zum Drucker.